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Neues Wiener Wohnen

Die Nachfrage nach temporären Wohnformen im städtischen Raums steigt – auch in Wien. Die Gründe dafür sind vielfältig: Menschen kommen für eine Ausbildung nach Wien oder sind durch Kriegswirren und Naturkatastrophen gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. In beiden Fällen wird schnell erschwinglicher Wohnraum benötigt.

Die Anforderungen an neue Wohnmodelle sind hoch: das Konzept soll leicht in ungenutzten Raum integriert werden können. Der Einsatz von wiederverwendbarem Baumaterial, eine nachhaltige Energieversorgung und eine rückbaufähige Bauweise sind dabei essentiell. Auch der Wohnbetrieb soll selbstverständlich möglichst abfallarm, energie- und wassersparend erfolgen. Zudem soll der neu entwickelte temporäre Wohnraum als Rahmen für neue Formen des Zusammenlebens, des sozialen Lernens und des Experimentierens verstanden werden.

Marion Huber-Humer, Leiterin des Instituts für Abfallwirtschaft an der Universät für Bodenkultur Wien, hat ein Projekt ins Leben gerufen, das sich die Gestaltung von zukunftsweisenden temporären Wohnmodellen zum Ziel gesetzt hat. In diesem Projekt werden technische, naturwissenschaftliche, (raum)planerische und sozialwissenschaftliche Fachbereiche intensiv zusammenarbeiten, um den vielschichtigen Anforderungen gerecht zu werden. Mithilfe unterschiedlicher wissenschaftlicher Methoden, auch aus dem Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung und der Technikfolgenabschätzung, werden die entwickelten Wohnkonzepte geprüft und mögliche Umsetzungen mit EntscheidungsträgerInnen in Wien besprochen.