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Werkzeuge für fehlerfreie Software

Von der Ausfallsicherheit von Computerprogrammen können Menschenleben abhängen. Effizientere Testalgorithmen sorgen dafür, dass auch komplexe Softwareanwendungen niemals „abstürzen“.

Softwareprogramme steuern Kraftwerke, U-Bahnen und Flugzeuge. In vielen Bereichen kann ein simpler Programmierungsfehler immensen Sachschaden anrichten oder sogar Menschenleben kosten. Beispiele für Unfälle durch Softwarefehler gibt es viele – von der Explosion einer europäischen Ariane-Rakete 1996 bis zum Absturz eines Frachtflugzeuges in Spanien 2015. Damit derartige Fehler möglichst ausgeschlossen werden, sind ausgeklügelte Teststrategien notwendig.

Die Informatikerin Monika Henzinger, die nach ihrer Promotion an der Princeton University und Forschungsstationen bei Google und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) heute die Forschungsgruppe Theory and Applications of Algorithms an der Universität Wien leitet, arbeitet mit KollegInnen an der Verbesserung dieser Tests zur sogenannten Verifikation von Computerprogrammen. Das sind Analysen von Software, um Fehler zu entdecken oder auszuschließen. Dabei werden hochspezialisierte Software-Tools eingesetzt, um die in Entwicklung befindlichen Computeranwendungen auf Fehler zu durchforsten. Der Umstand, dass die Software immer komplexer wird, der Zeitaufwand zum Testen aber gering bleiben sollte, ergibt einen hohen Bedarf an effizienteren Testalgorithmen. Henzinger arbeitet zu diesem Zweck unter anderem mit VerifikationsspezialistInnen am Institute of Science and Technology Austria (IST) zusammen.